Workshop 2: Andreas Klepp und Francesco Laruffa – Gramsci und Bildung. Kulturelle Hegemonie verstehen, kritisieren und erlangen

„Bildet euch, denn wir brauchen all eure Klugheit.“

So formuliert es Gramsci für das Titelblatt der am 1. Mai 1919 erschienenen ersten Ausgabe der sozialistischen Wochenzeitung L’Ordine Nuovo.

Die Beschäftigung mit Fragen der Bildung durchzieht sein gesamtes Leben – in praktischen Tätigkeiten wie der konkreten Bildungsarbeit ebenso wie in den theoretischen Auseinandersetzungen mit pädagogischen und bildungspolitischen Themen seiner Zeit.

Was ist für uns für heute davon noch bedeutsam, lehrreich und vielleicht zu nutzen für unsere Auseinandersetzungen?

Im Workshop werden wir uns nach einem kurzen gemeinsamen Bezug auf einige von Gramscis Schlüsselbegriffen vor allem mit drei Aspekten beschäftigen:

  • Gramscis Auffassungen von Bildung im Kontext von Hegemonie
  • Positionen zu pädagogischen und konkreten schulpolitischen Fragen
  • Ansatzpunkte zur Nutzung der Beschäftigung damit für unsere Bildungsarbeit

Dabei lesen wir Auszüge aus Originaltexten und erarbeiten uns gemeinsam in Gespräch und Diskussion darüber unsere Erkenntnisse.

Der Ablauf ist offen für Fragen und Interessen der Teilnehmenden.

Andreas Klepp ist Erwachsenenbildner. Er ist langjährig gewerkschaftlich aktiv in der GEW auf Landes- und Bundesebene und war Betriebsratsvorsitzender der VHS Braunschweig. Als Gründungsmitglied der BIAP war er von Anfang an bei den Gramsci-Tagen aktiv und ist im Vorstand der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen e.V.

Dr. Francesco Laruffa ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI). Er hat in Turin, Tübingen, Paris und Berlin Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft und Soziologie studiert und an der Universität Genf in Sozialwissenschaften promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte sind neoliberaler Kapitalismus, die soziale-ökologische Transformation, und die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft. Er ist Mitorganisator der Braunschweiger Gramsci-Tage.

Näheres hier