Die deutsche Bundesregierung hat die Parole ausgegeben, dass die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee in Europa ausgebaut werden soll. Um eine Aufrüstung mit diesen Ausmaßen realisieren zu können, muss Akzeptanz für den damit verbundenen Kriegskurs geschaffen werden und es werden Soldaten benötigt. Dafür spielen die Bildungseinrichtungen eine zentrale Rolle. Zudem soll die Wissenschaft für die Entwicklung von militärischen Innovationen instrumentalisiert werden.
In diesem Workshop wollen wir uns mit der zunehmenden Militarisierung der Bildungseinrichtungen auseinandersetzen – von der Bundeswehr an Schulen über militärische Forschungskooperationen an Hochschulen bis hin zu den Angriffen auf bestehende Zivilklauseln.
Im ersten Teil des Workshops geben wir einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen in Schule und Hochschule: Welche Rolle spielen Jugendoffiziere, Karriereberater und Unterrichtsmaterialien? Welche Angriffe gibt es auf bestehende Zivilklauseln und wie wird Wissenschaft im Sinne der aktuellen Geopolitik genutzt? Und vor allem: Welche Bewegungen und Ansatzpunkte gibt es für Gegenwehr und wie können sie ausgebaut werden?
Im Anschluss wollen wir diese Entwicklungen mit Hilfe von Gramsci einordnen und mit den Teilnehmer:innen über antimilitaristische Gegenstrategien diskutieren. Wie können wir gegen die Militarisierung der Bildungseinrichtungen vorgehen und für Bildung und Forschung im Sinne des Friedens streiten?
