Workshop 2: Andreas Klepp und Francesco Laruffa

Gramsci und Bildung – Kulturelle Hegemonie verstehen, kritisieren und erlangen

Zunächst wurden einige für Gramscis Theorie zentrale Begriffe – Hegemonie, Alltagsverstand u.a. – sowie seine Biografie und die Bedingungen seiner theoretischen Arbeit gemeinsam erinnert. Dann erfolgte eine intensive Lektüre und ausführliche Diskussion ausgewählter Textauszüge

  • insbesondere zu seinem Menschenbild und seinem „Prinzip, dass alle Menschen Philosophen sind“ (Heft 10, Teil 2, § 52)
  • zur Bedeutung für das Lernen im Allgemeinen sowie für die Entwicklung von Klassenbewusstsein und für die Emanzipation
  • zur demokratischen Weiterentwicklung der bzw. Alternative zur leninschen Parteikonzeption

Weitere Texte wurden zur Mitnahme ausgehändigt.

Die 10 Teilnehmenden repräsentierten Frauen (1/3) und Männer (2/3) in den Altersgruppen von unter 30 bis über 60 Jahren. Die Lektüreerfahrungen mit Gramscis Texten reichten von „zum ersten Mal davon gehört“ bis zu einer jahrelangen Beschäftigung.

Die abschließende Auswertungsrunde erbrachte sehr positive Rückmeldungen sowohl zu den Texten und Auffassungen Gramscis (u.a. „liebevolles Menschenbild, Ermöglichung eigenen Denkens“) als auch zum Vorgehen im Workshop (u.a. „im gramscianischen Sinne“).

Literaturhinweis:

Antonio Gramsci: Erziehung und Bildung. Hrsg. v. Andreas Merkens;
Hamburg 2004: Argument Verlag